Luxemburg · Frankreich · Spanien · Belgien · Norddeutschland · Juni 2026
Mit dem Wohnmobil durch Europa
Unsere Reiseroute: 60 Tage · 28 Steps · 4.814 Kilometer Unsere zweimonatige Wohnmobiltour vom 15. April bis 15. Juni 2026 führte uns durch Luxemburg, Frankreich, Spanien, Belgien und Norddeutschland. Zwei Monate voller schöner Momente, toller Kulisse während der Fahrt, spektakulären Fahrradtouren und Aussichten. Vieles gab es zu sehen was hier besonders hervorgehoben werden müsste, hier nur eine kleine Auswahl und Aufzählung. Das Jura, das Zentralmassiv, die Region Languedoc-Roussillon, Kataloniens Küste, Delta de L'Ebre, der Naturpark Serra d'Irta (Castellón, Region Valencia), durch den wir unsere schönste Fahrradtour auf dieser Reise gemacht haben. Die Pyrennäen und das Naturschutzgebiet in Frankreich nach dem Somfort Tunnel von Spanien nach Frankreich rein. Ein unvergessliches Erlebnis.
Die Route und der erste Stopp
Erster Übernachtungsplatz. An der Mosel vor einem noch geschlossenem Campingplatz. Danach ging es weiter durch das Département Jura, das Zentralmassiv bis nach Argelès-sur-Mer.
Argeles-sur-Mer in Südfrankreich an der Mittelmeerküste war der erste Ort an dem ich meine Aquarellfarben ausgepackt habe. Am Nachmittag des 21. April 2026 erreichten wir den Campingplatz Camping Les Marsouins. Der gepflegte Platz mit Pool und vielen Annehmlichkeiten liegt nur wenige Gehminuten vom langen Sandstrand und der lebhaften Strandpromenade entfernt. Hier wollten wir zunächst drei Nächte verbringen und in aller Ruhe ankommen.
Als ich am nächsten Morgen die Augen öffnete, fiel mein erster Blick auf die leuchtend roten Blüten eines Callistemon (Zylinderputzer), dessen Zweige mir direkt vor meinem Fenster meines Bettes "guten Morgen" sagten. Die außergewöhnlichen Blüten faszinierten mich sofort.
Genau mit dieser Pflanze sollte mein botanisches Reisetagebuch beginnen. Noch am selben Tag packte ich zum ersten Mal auf dieser Reise meinen Aquarellkasten aus. Los ging es mit der Bleistiftskizze und dem genauem Erfassen der Form dieser außergewöhnlichen Pflanze, die mich aber auch in ihrer Form zeichnerisch sehr herausforderte.
Nach der schönen Blüte der Callistemon war der Flow entfacht. Ich sah den schönen Zedrachbaum, der im Mittelmeerraum viel zu sehen ist. Interessante Beeren als Früchte und eine lila Blüte. Diese Pflanze habe ich in Argles-sur-Mer begonnen und in Saint Pere Pescador am 25.04. zu Ende gemalt.
In Spanien angekommen
Malen am alten Hafen von Sant Pere Pescador
Der Stellplatz den wir hier angefahren waren, war außergewöhnlich. Er befindet sich an einem ehemaligen Hafen, dessen Becken heute nicht mehr genutzt werden. Rund um die alten Hafenbecken liegen einfache, freie Stellplätze - ohne Platzierungen – ohne Strom, Wasser oder Entsorgung. Gerade diese Ursprünglichkeit macht den besonderen Reiz dieses Ortes aus. Die Ruhe und die unmittelbare Nähe zur Natur schaffen eine Atmosphäre, in der man entschleunigt und die Umgebung mit offenen Augen wahrnimmt und genießen kann.
Bellcaire D'Empordà im Landesinneren
Am 27.04. sind wir ein klitzekleines Stück weiter gefahren ins Landesinnere auf einen kleinen sehr gepflegten Stellplatz in Bellcaire D'Empordà. Von hieraus werden wir wieder schöne Radtouren machen. unter anderem zum Gala Dali Castell & Museum und nach L'Estartit mit wunderschönen Felsen. Im schönen Parc Naturel mündet der Ter ins Mittelmeer. Gola de Ter mit Sicht auf die großen Felsen im Meer.
Es war die Zeit der Herzen. Auf meinen Spaziergängen fand ich mehrere Steine in Herzform. Die nächste botanische Entdeckung waren die schönen Malven und die Mariendistel. Beide waren die nächsten Motive für mein Skizzenbuch.
Pineda de Mar, Blanes und der Botanische Garten
Unser Weg führte uns durch Pineda de Mar. Dort stellen wir uns auf einen Campingplatz, der zentral in der Stadt lag. von hier aus fuhren wir mit den Rädern nach Blanes zum Jardin Botànic Marimurtra. Ein botanisches Erlebnis, wundervoll angelegt mit unzähligen traumhaften Bäumen, Palmen, Kakteen, Blumen, Sukkulenten. Mein Herz hüpfte vor Begeisterung.
Vorbei an Barcelona nach Bellvei
Auf dem Weg von Pineda de Mar nach Bellvei hatten wir eine Autopanne. Einer der hinteren Reifen war auf der Autobahn geplatzt, durch einen Gegenstand auf der Fahrbahn. Wir hatten Glück und zum Glück konnte das mithilfe einer fahrenden Werkstatt problemlos repariert werden. Aber aufregend war es und wir fanden in Bellvei den perfekten Platz zum Erholen.
Auf dem Wohnmobilstellplatz Área Bellvei del Penedés in Bellvei blieben wir 3 Nächte. Wie immer machten wir von dort aus wunderschöne Radtouren unter anderen in einen nahegelegenen Naturpark den Parc del Foix und ich fand neue botanische Motive.
Ein Strauß Wiesenblumen war mein nächstes botanisches Projekt. Gefunden auf meinem morgendlichem Spaziergang in unmittelbarer Nähe des Stellplatzes. Eibischblättrige Winde, gewöhnliche Steinmortelle, gemeine Wegwarte und weichhaariges Schwefelkörbchen wurden meine Modelle
Traumplatz Mont-roig del Camp direkt am Meer
Bei unserem nächsten Camingplatz hatten wir großes Glück mit dem Platz. Direkter Meerblick in erster Reihe. einer unserer Fahrradtouren dort führte uns nach Miami Platja. Teilweise auf einer alten Bahntrosse entlang, mit beeindruckenden Ausblicken und durch Felsen hindurch.
Meine botanischen Funde von dieser Station war das Wandelröschen - Verbene und die Skabiose. Der Arbeitsplatz direkt am Meer war ein Traum.
Wandelröschen und Skabiose bekamen noch Gesellschaft von einer Knoblauchknolle und Zehe. Nun war das Blatt komplett.
Fahrt in den Naturpark Delta de l'Ebre
Zwei Tage sind wir im Delta de L'Ebre mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Haben auf einem Stellplatz gestanden am Casa de Fusa. Dieses Delta ist ein ganz besonderer Ort mit den unzähligen Reisfeldern. Viele verschiedene Vogelarten gibt es hier zu beobachten u.a. auch viele Flamingos.
Nächster Stopp Peníscola
Wir sind auf dem Campingplatz De Cid in Peniscola. Hier bleiben wir ein paar Tage. Wäsche waschen, paar Reperaturen erledigen, bisschen Büro machen.... muss alles mal sein. Die Altstadt ist sehr besonders auf dem Felsen, der ins Meer ragt.
Am Strand von Peníscola habe ich paar Muscheln gesammelt, die einen Platz in meinem Skizzenbuch bekommen sollen.
Von Peníscola aus haben wir die für uns schönste Fahrradtour dieser Reise gemacht. Sie führte uns in den Naturpark Serra d'Irta. Wir waren begeistert von der abwechslungsreichen Tour durch Berge, Felsen, Küstenwege mit einer gigantischen Aussicht. Eine Tour , die wir uns gemerkt haben und nochmal fahren möchten.
Nächtses Stilleben - eine Tomate - entdeckt auf einem Markt
An einem Gemüsestand sprach mich diese wunderschöne Tomate an. Nicht nur zum Essen. Sie reizte mich für mein nächstes Aquarell Projekt
Wir drehen ab ins Landesinnere
Auf dem Weg ins Landesinnere führte unsere Route uns nach Flix. Die Strecke hier her führte am Ebro entlang, teilweise schon sehr bergig - eine schöne Kulisse rechts und links am Wegesrand. In Flix standen wir auf einem freien Stellplatz. Direkt an einer Straße und einem Staudamm. Es war sehr laut und die Nacht war dadurch sehr unruhig. Wir fuhren direkt am nächsten Tag weiter.
Da wir schnell von dem nicht so schönem Stellplatz fort wollten, frühstückten wir unterwegs. Unser Frühstück nahmen wir auf einem Feldweg neben der Straße ein. Wir befanden uns direkt neben einer Mandelbaumplantage. Ich hatte keine Ahnung das die Mandeln in so einer schönen Frucht stecken. Die samtige Haut gefiel mir außerordentlich und ich hatte wieder ein neues Zeichenprojekt.
Die samtige Haut der Mandel war eine Herausforderung - ich wollte es wie immer so naturgetreu wie möglich auf das Blatt Papier bekommen.
Mequinenza ist der nächste Stopp
In Mequinenza standen wir auf einem kleinen Mini Campingplatz direkt am Rio de Segre. Ein Traumziel für Angler. Alles ist hier aufs Angeln ausgerichtet. Am Ufer stehen teilweise direkt paar Bänke und Grillstellen. Frischer gegrillter Fisch, direkt von der Angel aufs Feuer.
Huesca - eine Ausstellung im CDNA
Eine Fahrt nach Huesca durch eine Landschaft, die teilweise an die Sierra Nevada erinnern ließ. Es ist sehr warm hier seit gestern ☀️ um die 30 Grad. Morgen gehe ich in die Ausstellung ins CDNA de Huesca. Danach haben wir vor über die Pyrenäen nach Frankreich zu fahren. Aber jetzt der Reihe nach. Zunächst der Weg nach Huesca.
Abends sind wir mit den Rädern in die Altstadt von Huesca gefahren und haben Tapas gegessen. Der nächste Tag begann für mich aufregend. Es war ein Erlebnis für mich in diese wunderschöne Ausstellung zu gehen und die ganzen botanischen Bilder und Arbeiten zu sehen, die wundervoll chronologisch gehängt waren. Thema sind Frauen in der botanischen Illustration. Die Ausstellung zeigt die historische und wissenschaftliche Rolle von Frauen in der botanischen Kunst über fünf Jahrhunderte hinweg.
Von Spanien nach Frankreich über die Pyrenäen
Geschlafen auf 1056 m Höhe auf einem Stellplatz neben alten ausrangierten Eisenbahnwagons und einem Luxushotel in Canfranc-Estación.
Durch den Somfort Tunnel nach Frankreich
Am nächsten Morgen durch dem Somfort Tunnel nach Frankreich. Zum Glück war er nur 8 km lang. Wir sind sehr früh losgefahren, sodass noch kein Verkehr war. Nach dem Tunnel landet man direkt in einem Naturschutzgebiet in Frankreich. Es war eine sehr beeindruckende.Landschaft
Zwischenstopp zuhause und dann nach Norddeutschland
Wir hatten einem kleinem schnuckeligen Campingplatz entdeckt mit einem kleinem Pool, der Gold wert war, denn es wurde sehr heiß. Camping City Nature in Lescar.
Ursprünglich wollten wir noch nach Clos Mirabel und dann über Frankreich und die Bretagne nach Hause. Es kam anders. Wir wollten so schnell wie möglich zu Hause sein. Übernachteten irgendwo in Frankreich in einem Industriegebiet und waren am nächsten Tag mit einer Fahrt mitten durch Paris zu Hause. 23 Stunden mehr oder weniger durchgefahren, bis auf die Übernachtung. Wir fahren maximal 90 Std/km mit unserem Purzel.... und dann dauert das eben. Zum Glück ist alles wieder gut.
Die Fortsetzung unserer Reise nahmen wir am 01.06. wieder auf und hatten das Ziel Norddeutschland anvisiert. Dort wollten wir uns zwei Wohnmobile anschauen. Zunächst fuhren wir "unsere" Wiese am Hartenbergsee an. Wir waren dort schon paarmal. Ein schöner Stellplatz auf einer Wiese an einem See mit Freibad. Hier blieben wir 2 Tage.
Wir sind ziemlich Zick Zack gefahren. Grund dafür war die Besichtigung eines Wohnmobils in der Nähe von Bremen. Es hat uns sehr gut gefallen. Am Freitag schauen wir uns noch eins an, in der Nähe von Bielefeld. Unsere Besichtigungstour führte uns zu unterschiedlichsten Übernachtungsplätzen. Womo Wiese am Dümmer See, ein Bauernhof in der Nähe von Hille über Alpaca Camping. Landesbergen an der Weser, ein schöner Stellplatz direkt an der Weser - zufällig wurden wir Zeuge eine Militärübung. Soldaten bauten eine Brücke über die Weser. Ein eindrucksvolles Manöver. Ein Stellplatz der auch ganz besonders war in Harkebrügge wohnmobilcamp-smaland am Harkebrüggersee. Diesen Platz werden wir definitiv nochmal anfahren.
Wir haben uns für das eine der beiden Wohnmobile entschieden, die wir uns angeschaut hatten und feiern gerade unser "Neues". Es ist sehr aufregend und war so jetzt gar nicht geplant - aber manchmal muss man sich was trauen. Sagen DANKE an unseren Purzel, der uns 8 Jahre zuverlässig und treu durch Europa gefahren hat mit unvergesslichen schönen Momenten.